St.Galler Tagblatt 10.11.2008
Eine verrückte Guggerparty
Sechs «Guggenmusigen» verwandelten die Eichberger Mehrzweckhalle am vergangenen Samstag in ein Tollhaus. Am «tollsten» zu und her ging es wie üblich bei den «Bazzaschüttlern».
Eichberg. Die meisten der 700 Partybesucher, die sich glücklich schätzen konnten, für die siebte Guggerparty wieder ein Billett ergattert zu haben, waren am Samstagabend und in der Nacht zum Sonntag aus dem Häuschen. (Die Halle ist aus sicherheitstechnischen Gründen auf 700 Besucher beschränkt). Die Menge johlte, stampfte, klatschte, hüpfte oder sang beim Auftritt jeder Guggenmusig, als ob Popstars auf der Bühne stünden. Vorgruppen waren sozusagen die Burgtätscher und die Rhii-Jooli, dann kamen die Haupt-Acts, Dorfchübler und Gassärassler, die «Special Guests» Bazzaschüttler und den Schluss machten die Arbor-Felix-Hüler.
Einer fehlte
Besonders heiss ging es – wie üblich in Eichberg – beim Gig der Bazzaschüttler zu und her. Die «Boygroup» aus Oak Mountain verzückte die Massen richtiggehend. Wer die Bazzaschüttler kennt, bemerkte aber sofort, dass ein wichtiger Musiker fehlte. Der Platz auf der rechten Seite, wo sonst Lead-Trompeter Apollo flippt, war leer. Wo war der ungekrönte König der Rheintaler Gugger? War ihm etwas passiert, ist er krank?
Nichts von alledem – Apollo hatte ganz einfach eine Klassenzusammenkunft in Rebstein. Wer aber auch Apollo kennt, weiss, dass die siebte Guggerparty ohne ihn nicht angetrommelt worden wäre. Mit Verspätung zwar, atemlos und halb angezogen, – seine Kollegen waren schon am Spielen – tauchte der Obergugger doch noch auf, und die Party war für beide Seiten gerettet.
Reihenfolge wurde ausgesägt
Die Reihenfolge der Auftritte konnten die Gugger wie üblich selber bestimmen.
Diesmal musste zu zweit mit einer Waldsäge ein Holzrugeli abgesägt werden, wobei den schnellsten Zeiten entsprechend der Auftritt ausgesucht werden konnte. Mit Ausnahme des Termins um 24 Uhr, diese Zeit gehört den Gastgebern.
Erfreulich, nebst der tollen und friedlichen Stimmung war, dass die Bazzaschüttler als Veranstalter die Preise für Mineralwasser gegenüber alkoholischen Getränken massiv gesenkt hatten. Erfreulich ist auch, dass es ganz sicher eine achte Guggerparty geben wird – dann wohl wieder mit einem Apollo, der von Anfang an dabei ist.
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